Lutz Stratmann, Niedersachsens Wissenschaftsminister hat angekündigt, ein Stipendienprogramm in Zusammenarbeit mit den Hochschulen und der Wirtschaft einzuführen. Im gleichen Atemzug hat er Forderungen nach Abschaffung der Studiengebühren eine klare Absage erteilt. Mit einem Stipendienprogramm will Stratmann bildungsferne Schichten für ein Studium gewinnen und die Bildungsmobilität verbessern.
Vor einem halben Jahr sagte Lutz Stratmann im Interview mit dem Unifunk zu diesem Thema Folgendes:
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Der niedersächsische Landtag verhandelt in dieser Woche über die Abschaffung der Studiengebühren. Denn die Fraktion Die Linke hat in der vergangenen Woche einen Gesetzentwurf vorgelegt, in dem sie das vollständige Ende der Studiengebühren in Niedersachsen verlangt.
Dieser Forderung erteilte Stratmann aber eine ganz klare Absage.
Damit wird er sich nicht unbedingt beliebt machen, denn eine aktuelle bundesweite Umfrage zeigt, dass über die Hälfte der Studierenden gegen die Erhebung von Studiengebühren sind. Ganz genau sind es 63 Prozent wie die Befragung von 6.100 Studierende durch eine Forschungsgruppe der Universität Hohenheim ergeben hat.
Interessant: Bei der Zufriedenheit mit Studiengebühren gibt es ein Nord-Süd-Gefälle
„Die geringste Unzufriedenheit mit der Verwendung von Studiengebühren besteht bei Studierenden in Bayern und Baden-Württemberg. Die größte Unzufriedenheit mit der Verwendung von Studiengebühren besteht hingegen bei Studierenden in Hamburg und Nordrhein-Westfalen.“ heißt es im Gebührendkompass.
Der Grund für die fehlende Akzeptanz sei vor allem der fehlende Glaube an die Verbesserung der Lehrbedingungen. Dass heißt, die Studierenden glauben nicht, dass sich die Lehrbedingungen durch die Studiengebühren verbessert haben. Außerdem fühlen sich 85 Prozent der Studierenden nicht ausreichend über die Verwendung der Studiengebühren an ihrer Uni informiert.
www.gebuehrenkompass.de
Der Gebührenkompass als PDF Datei